Die Geschichte des Gustav Pike

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Vorwort:

Eine Hintergrundgeschichte die ich mal zu meinem RPG Charakter Gustav geschrieben habe. Es spielt im Warhammer Fantasy Universum. Eine geniale Welt, echt lohnenswert sich da rein zu pfriemeln.

Die Geschichte:

„Was bleibt einem Mann wenn er alles verloren hat“ – dieser Satz stand an dem großen Steintor in diesem ach so dunklen verließ. Es war wohl das erste mal auf dieser Reise das ich mich an alles erinnert habe. Jeder einzelne Gedanke meiner Peinigen Geschichte kroch erneut durch meinen Kopf.

„Werde ja nicht so wie dein Bruder!“ Dieser Satz hallte gerade durch unser Haus als ich erwachte. Ich weiß nicht mehr genau ob ich gerade deswegen erwachte oder ob es reiner Zufall war. Ich war an dem morgen dieses abends gerade 9 geworden. Meine Eltern stritten. So wie sie es in letzter zeit öfters taten. „Werde ja nicht so wie dein Bruder.“ Das war der Satz mit dem meine Mutter die Streitereien mit meinem Vater immer beendete. Mein Onkel, Onkel Lion, ein sehr merkwürdiger Mann. Er hatte langes rotes Haar und einen wohl schon vor langer Zeit ergrauten Bart. Damals habe ich wohl nicht so genau verstanden was so merkwürdig an ihm war doch nun schein ich es zu verstehen. Lion verschrieb sich schon vor vielen Jahren dem Chaos. Ich habe ihn in meinem Leben nur wenige male gesehen. Er war wegen seiner merkwürdigen Praktiken aus unserem Dorf verband worden. Asschwit, meine Heimat. Zerstört. Es war damals ein wunderschöner Ort, und heute? Nur noch ein Haufen Asche, ein Zeichen dafür, wozu Menschen fähig sind, wenn sie sich ihrer Gier hingeben. Doch damals war es ein sehr schöner Ort. Ich spielte oft mit meinen Geschwistern im naheliegenden Wald. Einer der wenigen Wäldern der Welt in dem wohl nicht das Grauen hauste. Auch die Feldarbeit mit meinem Vater erfüllte mich damals mit Freude. Wir waren nicht Reich, wir lebten sogar eher ärmlicher Natur, doch machte das keinen Umbruch in dem Glück das in unserer Familie weilte.

Als ich an diesem Abend erwachte überlegte ich es mir mehrere male ob ich nun aufstehe oder nicht. Im Nachhinein wünschte ich mir es nicht getan zu haben, doch ich tat es. Und ich fand auch heraus warum sich meine Eltern gestritten haben. Es ging um Geld. Dieser Tag war wohl entscheidend für mich, denn das erste mal begriff ich, dass unsere sorglosen Gedanken, die uns unsere Eltern vermittelten, nur schein waren. Wir hatten kaum genug Geld um uns das Essen für den nächsten Tag zu kaufen. Dieser Abend war wohl auch der Grund warum ich einige Jahre später beschlossen habe nach Bermen, die nächst gelegene Stadt, zu reisen um dort Arbeit zu suchen. Ich wollte das Geld meiner Familie zukommen lassen. So tat ich dies auch. Ich reiste nach Bermen.

Mit vielen Menschen sprach ich dort doch Arbeit fand ich nicht, bis mir durch Zufall die Möglichkeit in die Hände viel, bei dem Händler Peter Wente zu arbeiten. „Wente’s Allerlei“ so sollte wohl der Laden heißen in dem ich einige Jahre meines Lebens Arbeitet. Herr Wente war ein sehr großzügiger Mensch, jedenfalls mir gegenüber, mein Lohn war hoch, ich bekam genug zum leben und auch genug um meine Familie zu unterstützen. Wenn ich es mir genau überlege weiß ich nicht warum es mich damals dazu getrieben hat, dort in Bermen als Henker anzufangen. Eine Arbeit mit dem Tot. Ich war kein Krieger und auch mit dem „morden“ hatte ich keine Erfahrung, doch trieb mich wohl die Neugier in diesen Beruf. Neugier und.. ja und Hannah. Ihr süßes lächeln trieb mich wohl in die Arme dieses grausigen Berufes. Hannah war die Tochter Herren Wentes. Solange ich für ihn arbeitete hätte ich niemals auch nur denn Gedanken haben dürfen bei ihr anzubandeln. „Ohne einen gelernten Job bist du nichts für meine Tochter“ sagte er zu mir. So tat ich es. Ich ging in die Lehre. Mein Gehalt war wesentlich geringer, also musste ich ein wenig zurückstecken, meiner Familie weniger Geld zu schicken kam für mich damals einfach nicht in Frage.

Und so kam es, wie es kommen musste. Ich lernte aus und bat erneut Herren Wente um die Hand seiner Tochter. Doch er wollte es mir nicht gönnen. Ein Funken Glück weit ab der Heimat, zum greifen nahe, und dieses Schwein wollte es mir nicht gönnen. Wente war wohl doch nur großzügig wenn man für ihn arbeitet. Trotz seines Verbots traf ich mich mit ihr, immerhin liebte ich sie und sie liebte mich auch. Was war daran Falsch? Ich konnte nichts Falsches daran sehen. Doch eines Nachts kam sie zu meiner Wohnung und berichtete mir, dass sie bald ein Kind bekommen würde. Mein Kind. Ihr Vater hätte dies niemals erlaubt. Ich musste meine neue Familie beschützen. So schickte ich sie zu meiner Familie nach Asschwit, sie sollte dort leben, einige Jahre, bis ich genug Geld gespart hatte um mit ihr weit fort zu reisen. Noch an dem Abend ihrer Abreise stieg ich bei Wante ein, nahm mir ein Schwert aus seinem Sortiment und erstach ihn im Schlaf. Es war das erste mal das ich jemanden außerhalb meines Berufes tötete, aber dieser Mann hatte es verdient, er wollte mein Glück zerstören und dafür musste er zur Rechenschaft gezogen werden.

Einige Wochen später, als mich die Kunde über das baldige Gebären meines Kindes ereilte reiste ich zu meiner Familie. An diesem Tag kam es mir nicht seltsam vor doch nun denke ich wohl anders über dieses treffe. Kurz bevor ich meine alte Heimat betrat, traf ich auf dem alten Waldweg, der als Verbindungsstraße diente, einen gestallt. Ich sah sie nur aus der Ferne, als sie mich erblickte, sprang sie mit einem gewaltigen Sprung in den Wald. Ich könnte schwören dass ich wallendes rotes Haar gesehen habe. Onkel Lion? Es konnte sein, ich bin ihm damals nicht nachgegangen, ich war schon spät, ich wollte die Geburt nicht verpassen. Und ich war wirklich spät. An dem Abend noch wurde mein Sohn geboren. Maximilian Pike, mein vollster Stolz. Ich war das einzige Kind meiner Familie das bereits ein Kind hatte.

Ich war auch schließlich der älteste. Nach mir kam mein jüngerer Bruder Lucas. Im Gegensatz zu mir liebte Lucas den Schwertkampf. Es viel uns schwer ihn davon abzuhalten im Sturm des Chaos an Seiten des Imperiums zu kämpfen. Obwohl er für diese Tat damals viel zu jung gewesen wäre, wäre er ohne darüber nachzudenken in die Schlacht gezogen. Nach ihm kam meine jüngere Schwester Marianne. Ein nerviges Mädchen, doch je älter sie wurde umso hübscher und begehrter wurde sie auch. Sie war dem Schmieds Sohn hier in der Nähe versprochen. Nach ihr kommt mein Bruder Dietrich. Damals hat er schon gut mit Vater zusammen auf dem Feld gearbeitet. Nach ihm kamen die Zwillinge Sigrid und Aloisa. Als ich sie das letzte mal sah waren sie noch sehr klein.

Nach der Geburt meines Sohnes blieb ich einige Tage bei meiner alten und auch neuen Familie doch musste ich wieder abreisen, meine Arbeit tat sich schließlich nicht von alleine. Doch, eigentlich schon, kein essen, kein trinken und die Verbrecher würden auch so sterben. Aber zum Glück hatte ich meine Arbeit und daran sollte sich auch erst einmal nichts ändern.

Einige Zeit arbeitete ich nun als Henker. Ab und an reiste ich zu meiner Familie und schaute nach dem rechten. Auch mit dem Mord an Wente wurde ich nicht in Verbindung gebracht. Ein Jahr noch und ich könnte endlich mit meiner Frau und meinem Kind abreisen. Doch zu dieser Zeit sollte sich alles ändern. Ich erhielt Kunde das eine Räuberbande unter einem gewissen „Hannes Wahler“ die Gegend unsicher machen sollte. Das war weniger schlimm, ich freute mich sogar, endlich wieder ein wenig mehr Aufhebens um meine Arbeit als Henker, sollte ich diesen berühmten Mann hinrichten dürfen.

Doch diese Gefühle sollten sich schlagartig ändern. Nicht lange nachdem Hannes Wahler in dieser Gegend aufgetaucht war erhielt ich erneut Kunde. Schreckliche Kunde. Abscheuliche Kunde. Dieses Schwein, diese Missgeburt aus der Verbindung von Slaanesh und Nurgle hat es gewagt Hand an meine Familie zu legen. Er löschte mit seiner Bande meine gesamte Heimat aus, verschonte niemanden. Ich wollte sofort los, dieses Schwein sollte niedergestreckt werden. Doch Michael, mein damaliger vorgesetzte hielt mich davon ab. Er sagte, es sei nach solch einer Tat die Aufgabe der Miliz die Übeltäter nieder zu strecken. Und dies passierte auch. Die Soldaten löschten alle Männer dieser elenden Band aus. Bis auf einen. Ihr Anführer Hannes Wahler, er sollte offiziell hingerichtet werden. Ich hatte die Ehre dies zu tun. Und ich wollte es tun. Jede einzelne Faser in meinem Körper sehnte sich danach das Blut dieses elenden an mir zu spüren.

Es war nun soweit. Der Tag der Hinrichtung war gekommen. Langsam wurde das Schwein auf das Podest geführt. Ich kann verstehen dass es für die Leute rings um eine grandiose Darbietung sein sollte, doch ich konnte mich kaum zurückhalten. Der Hals von Hannes Wahler wurde auf einen Stumpf gelegt und ich schwang meine Riesige Axt dem Himmel entgegen um mit ihr ihm seinen Kopf abzuschlagen. Doch bevor ich nur über das hinab fallen denken konnte traf mich etwas am Kopf. Ein Stein. Er flog weit mit viel Kraft und brach mir dabei die Nase. Als ich in die Richtung schaute aus der der Stein kam sah ich oben auf der Palisade eine Person. Viel erkennen konnte ich nicht, doch das wallende rote haar dieser Person war deutlich zu sehen. Onkel Lion? Aber warum? Nein, das kann nicht sein…

Während ich, vom Stein getroffen, einen Schritt zurück ging, packte Hannes Wahler die Gelegenheit und ergriff die Flucht. Ich begreife bis heute nicht wie er es geschafft hat alleine zu fliehen, vielleicht hat ihm Lion, nein, diese Person, geholfen. Ich weiß es nicht. Wenige Stunden später packte ich auch schon meine Sachen um mich auf den Weg zu machen. Wahler musste getötet werden. Das war nun meine Aufgabe. Meine Familie gab es nicht mehr, niemanden für den ich leben konnte. Er wird dafür büßen, dafür dass er mir das genommen hat, was mir am liebsten war.

„Was bleibt einem Mann wenn er alles verloren hat“

Die Antwort ist eigentlich sehr einfach. Nachdem ich mich meiner besinnt sah ich endlich meinen Lebensweg.

„Rache.“

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